Bootis Welt

IV. Drumherum geschieht auch etwas…

22. Wir bekommen eine Badeplattform.

Schon immer haben wir die Bootsbesitzer beneidet, die eine Badeplattform besitzen und abends dort gemütlich sitzen, vielleicht ein Gläschen Wein in der Hand halten und mit ihren Füßen im Wasser baumeln. Deshalb war es für uns klar, dass unser neues Boot auch eine Badeplattform bekommen soll. Auch diese hat mein Mann selbst gebaut.

Ein Blick auf die Rückwand, die zur Badeplattform umgebaut werden soll.

Upps, das Boot hat jetzt ein großes Loch.

Hier kann man die Holzplatten sehen, die als Seiten, zwischen denen die spätere Badeplattform im hochgezogenen Zustand stehen wird, dienen.

Ein Blick ins Boot…

Anprobe der Badeplattform, hier: heruntergeklappt

Ein erster Eindruck: So wird die Badeplattform später einmal aussehen.

Die Badeplattform wurde vorbereitet und eingepasst. Bis zur Fertigstellung des Bootes wurde sie vorsichtig verstaut, damit sie nicht versehentlich beschädigt werden kann. Schließlich hat sie uns viele Nerven gekostet. Nein nicht die Badeplattform selbst, sondern die extra dafür bestellten Drahtseile. Doch die Geschichte folgt im nächsten Abschnitt.

23. Schritt: Wir brauchen Drahtseile für die Badeplattform…

So nicht…

Diese Drahtseile für die Badeplattform raubten uns fast den letzten Nerv. Mein Mann hatte im Internet einen Anbieter gefunden, der damit warb, Drahtseile millimetergenau anzufertigen. Also beauftragte er ihn, Drahtseile in der Länge von 1,005 m anzufertigen, also einen Meter und 5 Millimeter lange Drahtseile. Was wir erhielten waren Drahtseile in der Länge von 1, 05 m, also waren die Seile einen Meter und 50 mm lang, also nicht passend für den Einbau unserer Badeplattform. Bernd reklamierte die Seile und wartete gespannt auf die Ersatzlieferung. Kaum war diese angekommen, stellte er fest, dass die Seile erneut zu lang waren. Wieder 1,05 statt 1,005 m. Wieder wurde reklamiert. Beim dritten Mal passten die Seile dann endlich. Jetzt weiß ich, warum der Bau dieses Bootes noch einige Jahre dauert. Nicht nur, weil wir es nur nach Feierabend, an den Wochenenden und im Urlaub, bzw. Bernd auch in seinen Freischichten, bauen können. Der zweite Grund dafür ist wohl, dass es manchmal unerwartete und teilweise auch nicht nachvollziehbare Verzögerungen gibt, die nicht in unseren Händen liegen.

24. Schritt: Vorbereitungen, um den Kiel zu montieren: Das Boot muss hoch

Jetzt kommen wir zu dem ersten Bauschritt , zu dem es keine Fotos gibt. Warum? Weil niemand Zeit hatte, Fotos zu machen, da nicht nur Bernd und ich, also Carola, alle Hände voll damit zu tun hatten, das Boot hochzuziehen bzw darauf zu achten, das gleichmäßig gezogen wurde. Wir haben unsere Nachbarn Sarah und Flo(rian) Wiggers und auch deren Besuch Sascha kräftig mit eingespannt. Ich wollte eigentlich fotografieren, doch schlussendlich war ich auch zu beschäftigt, um zu fotografieren. Denn: Wie heißt es so schön: Helfende Hände kann man nie genug haben. Das gilt auch bei unserem Projekt. Ein Dankeschön an die fleißigen Helfer.

Auf diesem Bild ist zu sehen, dass wir das Boot mit Kettenzügen (z.B. gelb im Hintergrund) hochgezogen haben, dann wurden die Balken darunter geschoben und mit den Zahnstangenwinden und den umgebauten Gerüststützen gesichert, so dass jetzt Arbeiten am Kiel und am Unterwasserschiff besser möglich sind.

25. Eine Fleißarbeit: Alle kleinen Löcher am Unterwasserschiff werden zugespachtelt

Beim Bau des Bootes wurde viel mit dem Tacker gearbeitet und die Tackernadeln wurden in das Holz getackert, Dabei entstanden kleine Löcher. Außerdem hat Holz auch Unregelmäßigkeiten, die in diesem Arbeitsschritt nun verspachtelt werden müssen. Danach wird alles schön geglättet.

Auf diesen Bildern sieht man die zugespachtelten Stellen.

Schritt 26: Der Kiel und das Ruderblatt werden angepasst

Mit Hilfe unseres Hubwagens und Spanngurten wurde der Kiel nun vorsichtig aus der Ecke gezogen und unter das Boot bugsiert zur Anprobe. Dabei stellte sich heraus, dass noch Anpassungen zwischen Totholz, Kiel und Boot notwendig sein würden. Auch die langen Bolzen müssen noch angepasst werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wann das Boot und der Kiel „verheiratet“ werden.